Das Keyboard ist eine weitere Komponente des Monitors. Es bietet eine hardwarenahe Ansicht der Schaltadressen ihrer Anlage. Anzeige und Funktion des Keyboards ähneln dem im vorigen Abschnitt beschriebenen Rückmeldemonitor. In diesem Abschnitt wer-den daher nur die wesentlichen Unterschiede beschrieben.
Das Keyboard wird ähnlich wie der Rückmeldemonitor aus Modulen zusammengesetzt.
Jedes Modul besitzt eine einstellbare Anzahl von Ausgängen. Die Adressierung erfolgt nach dem bereits bekannten Schema mit Adresse und ggf. Ausgang. Sie können die Anzahl der Ausgänge an jedem Modul frei festlegen. Die einzelnen Module können im Keyboard frei angeordnet werden.
Die Grafik zeigt ein Keyboard mit mehreren 4-fach-Modulen. Die Namen der Module werden mit „KB 1“, „KB 2“, „KB 3“ usw. vorbelegt. Sie können aber auch frei gewählte Namen vergeben.
„KB 5“ deckt zum Beispiel bei dem hier ausgewählten Digitalsystem den Bereich von Adresse 17 bis Adresse 20 ab. Diese 4 Ausgänge des Moduls werden parallel dazu von 1 bis 4 durchnummeriert.
Die Module können durch Ziehen mit der Maus frei in der Fläche verschoben werden.
Jeder Ausgang eines Moduls wird durch zwei rechteckige Flächen dargestellt. Die farbliche Darstellung der Ausgänge hängt von ihrem momentanen Zustand und der Verwendung ihrer Adresse in anderen Teilen der Software ab. Je nach Schaltzustand einer Adresse wird entweder die linke Fläche (hellblau) oder die rechte Fläche (weiß) hervorgehoben. Wird die Adresse von einem Objekt der Software verwendet, so wird die ganze Fläche hervorgehoben; ansonsten wird ein deutlich sichtbares X angezeigt. Die jeweils nicht geschaltete Fläche bleibt dunkel; und zwar grau, wenn die Adresse von einem Objekt der Software verwendet wird, sonst schwarz.
Die Adresse 43 („KB 11, Ausgang 3) wird gerade geschaltet. Solange der Schaltimpuls aktiv ist, wird die zugehörige Fläche rot umrandet.
Die verschiedenen Farben lassen sich frei wählen. Die in der obigen Abbildung sichtbaren Farben entsprechen der Voreinstellung.
Es lässt sich also sehr schnell ein Überblick herstellen, welche Adressen gerade in welche Stellung geschaltet sind und welche Adressen vom Programm bereits verwendet wurden oder noch frei sind. Die Anzeige des Zustands entspricht dem aktuellen Zustand der Hardware.
Jede Schaltadresse kann durch Anklicken der zugehörigen Fläche zu Testzwecken mit der linken Maustaste geschaltet werden. Es ist dabei möglich festzulegen, ob das Schalten wie bei einem Umschalter, einem Ein-/Ausschalter oder einem Taster wirken soll. Je nach verwendeter Hardware lassen sich also auch beide Flächen einer Adresse gleichzeitig (unabhängig voneinander) ein- bzw. ausschalten (in der Abbildung nicht dargestellt).
Wird ein Modul an eine andere Adresse verschoben, so werden auf Nachfrage auch alle mit dem bisherigen Adressbereich des Moduls verknüpften Objekte zum neuen Adressbereich verschoben. Dies stellt also eine weitere Möglichkeit in der Software dar, die Adressen von mehreren Objekten in einem einzigen Schritt zu verschieben. Eine solche Verschiebung kann auch von einem Digitalsystem zu einem anderen erfolgen.